Wie lange dauert so ein Abschluss vom Erstkontakt bis zum Vertragsabschluss? Das hängt ganz stark vom Produkt oder von der Dienstleistung ab. Aber es gibt eine Faustregel, die man sich gut merken kann: Es dauert so lange wie eine Schwangerschaft – neun Monate.
Die Bandbreite der Sales Cycles
Es gibt Schnelldreher, da geht das innerhalb von drei Wochen oder einem Monat. Dann gibt es Investitionsprodukte oder -güter, da dauert es manchmal 12, 18 oder auch 24 Monate.
Aus 30 Jahren Akquise-Erfahrung kann ich sagen: Bei erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen – und genau damit haben wir bei HOPP ACQU!TIES täglich zu tun – pendelt sich die Dauer zwischen drei und neun Monaten ein.
Was bestimmt die Länge des Sales Cycle?
Komplexität des Produkts
Je erklärungsbedürftiger das Produkt oder die Dienstleistung, desto länger der Entscheidungsprozess. Einfache Standardprodukte gehen schnell, komplexe Lösungen brauchen Zeit.
Anzahl der Entscheider
Im B2B entscheidet selten eine Person allein. Je mehr Stakeholder involviert sind, desto mehr Abstimmungsschleifen und desto länger der Prozess.
Investitionsvolumen
Je höher die Investition, desto sorgfältiger wird geprüft. Eine Entscheidung über 500.000 Euro braucht mehr Überlegung als eine über 5.000 Euro.
Branche und Unternehmenskultur
Manche Branchen entscheiden schneller als andere. Startups sind oft agiler als Konzerne. Die Unternehmenskultur beeinflusst den Entscheidungsprozess maßgeblich.
Warum die Schwangerschafts-Analogie so gut passt
Die Analogie funktioniert auf mehreren Ebenen:
- Es braucht Geduld: Man kann den Prozess nicht beliebig beschleunigen
- Es gibt Phasen: Vom ersten Kennenlernen über Vertiefung bis zur Entscheidung
- Es braucht Pflege: Die Beziehung muss kontinuierlich genährt werden
- Das Ergebnis lohnt sich: Am Ende steht ein Abschluss, der Bestand hat
Tipps für den langen Atem
- Pipeline aufbauen: Nie nur einen Deal in der Pipeline haben. Parallelität ist der Schlüssel
- Regelmäßig nachfassen: Nicht drei Monate Funkstille, sondern konstante Touchpoints
- Mehrwert liefern: Bei jedem Kontakt etwas Nützliches mitgeben
- Den nächsten Schritt vereinbaren: Kein Gespräch ohne Folgetermin
- Realistische Erwartungen setzen: Dem eigenen Management die Realität kommunizieren
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Marco Hopp
Geschäftsführer





